Info Gesellschaftstänze2018-02-24T14:05:23+00:00

Langsamer Walzer – English Waltz

Taktart: 3/4Takt, Tempo: 28-32 Takte pro Minute

Beim langsamen Walzer schweben die Partner zusammen über das Parkett und müssen hierbei eine vollkommene Einheit erzielen. Die Bewegungen und Drehungen sind elegant & flüssig. Der Langsame Walzer ist der harmonischste der Standardtänze. Seit 1929 Turniertanz und seit 1963 im Welttanzprogramm

Foxtrott – Quickstep

Taktart: 4/4Takt, Tempo: 40 – 50 Takte pro Minute

Ein prickelnder Standardtanz: flott in seinen Bewegungen, quirlig in seinen Schritten. Um 1910 in Nordamerika entstanden, kam der Foxtrott 1914 nach England, 1918 nach Deutschland und hat seither viele Wandlungen durchgemacht. Von anfangs schnellen und langsamen Gehschritten flossen in den Foxtrott andere Modetänze ein. Das Tanztempo wurde schneller, 1927 bekam der Foxtrott seine eigentliche Form als Quickstep. Die Einflüsse der Musik ließen den Quickstep rhythmisch locker werden.

Tango

Taktart: 2/4Takt (4/8 oder 4/4 möglich), Tempo: 30 – 34 Takte pro Minute

Vor zirka 120 Jahren in den Kneipen von Buenos Aires entstanden. Groß war die Begeisterung der Kirche – wegen der eng umschlugenen Tanzhaltung und der ausdrucksstarken körperlichen Leidenschaft des Tangos – als dieser Tanz nach Europa kam. Der Tango ist ein zwanglos tänzerisches Experiment mit der Natur der Geschlechter. Erotik, Leidenschaft, Zuneigung, Freude, Liebe und auch Traurigkeit zeichnen diesen Tanz aus.

Wiener Walzer

Taktart: 3/4 Takt, Tempo: 60 Takte pro Minute

Der Wiener Walzer entstand aus den im Alpenraum volkstümlichen Rundtänzen. Erst wegen seiner Ungestümtheit verpönt, manchmal sogar verboten, wurde dieser Tanz letztlich auch in Wien als Gesellschaftstanz geduldet. Der Wiener Walzer hat schnelle, gleichmäßige Schritte und ständige Drehbewegungen. Wichtig sind präzise Schritte des Paare, um schnelle Drehungen kontrolliert durchführen zu können.

Slowfox

Taktart: 4/4 Takt, Tempo: 30-32 Takte pro Minute

Der Slowfox gehört zu den afroamerikanischen Tänzen und wird den Standardtänzen zugeordnet. Entstanden ist der Slowfox, wie der Quickstep, aus dem Foxtrott (Fuchsgang). Charakter des Tanzes: Glatte, fließende Bewegungen. Seit 1928 zählt er zu den Turniertänzen, jedoch nicht zum Welttanzprogramm. Der Slowfox ist charakterisiert durch langgestreckte Schwünge, in die progressive Drehungen eingebaut sind.

Rumba

Taktart: 4/4Takt, Tempo: 25 – 32 Takte pro Minute

„Rumba“ ist ein Sammelbegriff für historische und gegenwärtige Tanzformen auf Kuba. Viele Rumbaformen blieben auf Kuba beschränkt. Charakteristisch für diesen offenen Paartanz sind die auf afrikanische Traditionen zurückgehenden Hüft- und Beckenbewegungen. In Europa gibt es 2 Varianten: Die Kubanische Rumba (CubanStyle, englische Choregraphie) und die Square-Rumba (französiche Choreographie). Beide Varianten sind im Welttanzprogramm vertreten.

ChaChaCha

Taktart: 4/4Takt, Tempo: 30 – 34 Takte pro Minute

Der ChaCha ist ein lockerer Tanz. Man spielt mit dem Partner, nichts ist ernst gemeint. Er ist wegen des gemäßigten Tempos und des Fehlens fortgesetzter Drehungen der beliebteste Lateinamerikanische Tanz. Nicht anstrengend zu tanzen ist, aber trotzdem schwungvoll und dynamisch.

Samba

Taktart: 2/4Takt, Tempo: 50 – 52 Takte/Minute

Die Samba hat ihren Ursprung in den kultischen Tänzen Afrikas. Diese Tänze kamen nach Brasilien, wenn auch unfreiwilling. Aus Tänzen der Sklaven entwickelten sich eigenständige Folkloreformen. Nach Aufhebung der Sklaverei im Jahre 1888 entstand eine Tanz-Vielfalt, die bis heute auf Rio de Janeiro, Bahia und Sao Paulo konzentriert ist. Die Eigenart der Samba äußert sich in Wiegeschritten, Voltadrehungen, Rollen und Promenadeläufen. Die Tänzer bewegen sich wellenförmig (bouncend) weiter. Im Samba gibt es Schritte mit vollem Gewicht, mit Teilgewicht und ohne Gewicht. Die Schritte haben nicht nur Fortbewegungsaufgaben, sie sollen auch die für die Samba typischen Bounce-Bewegungen auslösen.

Paso Doble

Taktart: 2/4Takt, Tempo: 58 – 62 Takte proMinute

Wörtlich übersetzt heißt er „Doppelschritt“, ein lebhafter spanischer Paartanz. Der tänzerische Charakter des Paso Doble wird durch das Stierkampfmotiv bestimmt. Der Herr verkörpert den Torero, ist daher stolz, fast hochmütig, kühn, entschlossen und elegant. Die Dame als Capa zeigt Selbstbewusstsein, Distanz, Wendigkeit und Geschwindigkeit. Er ist seit 1945 Turniertanz und wird in Tanzschulen gelehrt, ist jedoch in der Öffentlichkeit dürftig vertreten. Es mangelt an Tanzmusik. „Espana Cani” und ähnliches mag man irgendwann nicht mehr hören.

Jive

Taktart: 4/4Takt, Tempo: 42 – 44 Takte pro Minute

Wegen der vielen Figuren wird der Jive überwiegend in offener Tanzhaltung getanzt. Entstanden ist er in den USA um 1940, seit 1945 auch in Europa getanzt. Seit 1968 im Turnierprogramm und seit 1968 im Welttanzprogramm. Der Grundschritt besteht aus sechs Bewegungsphasen und ist reich an Variationen. Charakteristisch sind die offenen Figuren für die Dame. Der Jive ist ein junger, temperamentvoller Tanz. Die musikalischen Akzente werden durch die Schritte betont.

Disco – Fox

Taktart: 4/4Takt, Tempo: 34 Takte pro Minute

Der Disco-Fox ist der Einfachste im Welttanzprogramm und wird gerne auf Partys getanzt. Der Discofox ist eine Fusion vieler verschiedener Elemente aus anderen Tänzen, weshalb er keine eigenen technischen Elemente entwickelt hat, sondern aus denen anderer Tänze besteht. So kombiniert er die aus dem Foxtrott abgeleiteten Schrittmuster mit der klassischen Tanzhaltung, der Improvisationsfreiheit des Swing, den Drehtechniken der lateinamerikanischen Tänze, den Wickelfiguren der Salsa und den Figuren des Boogie.

Boogie

Taktart: 4/4Takt, Tempo: 32 – 52 Takte pro Minute

Der Boogie gehört zur Familie der Swing-Tänze. Er entstand in den 1940er Jahren in den USA aus dem Esat Coast Swing. Esat Coast Swing (dem Jive sehr ähnlich) ist eine vereinfachte Variante vom Lindy Hop. Im Gegensatz zu den ursprünglichen Tänzen wird der Boogie in Europa aufrechter, kompakter und oft in klar definierten Linien vermittelt und getanzt. Beim modernen Boogie wird Wert auf eine saubere und deutliche Fußarbeit gelegt. Boogie passt zu Rock’n’Roll- und Swing-Musik. Der Boogie fächert sich in mehrere Stile auf. Dem Disco-Boogie im 4er-Schritt. Einen 6er-Schritt hat der Swing-Boogie. Beim Turnier Boogie geht es vom 8er-Schritt bis hin zum 11er-Schritt.